Unternehmen Pflegebegleitung

Im Rahmen des Projektes „Unternehmen Pflegebegleitung“ (2012 – 2015) haben sich Projekt-Initiator*innen in Nordrhein-Westfalen darauf vorbereitet, Pflegebegleitung in Unternehmen anzusiedeln: Hier sind Mitarbeiter*innen Ansprechpartner für Kollegen in Sachen Sorge und Pflege. Die Pflegebegleiter*innen in Unternehmen werden zu ihrer Fortbildung meist zur Hälfte freigestellt. Ihr Engagement findet zwar innerhalb der Arbeitszeit statt – dennoch wird viel Unterstützung in der Freizeit erbracht.

Pflegebegleitung in Unternehmen – zur Vereinbarkeit von Pflege und Beruf – gibt es nicht in allen NRW-Standtorten. Informationen sind bei Anna Wischnewski, der Sprecherin des Netzwerk Pflegebegleitung NRW, zu erhalten: <A.Wischnewski@drk-bochum.de>
Verantwortlich für die Entwicklung und Durchführung sowie die Evaluation des Projektes war das Forschungsinstitut Geragogik.
Das Damalige Projekt enthielt folgende Arbeitsaufgaben und -schritte

  • Qualifizierung von Multiplikatoren aus Unternehmen
  • Aufbau einer Initiative vor Ort
  • Engagement von freiwilligen PflegebegleiterInnen in Unternehmen.

Das Engagementprofil „Pflegebegleitung in Unternehmen“ ist nach Ende des Projektes in das „Netzwerk Pflegebegleitung“ integriert worden.

 

Vereinbarkeit von Pflege und Beruf – ein zentrales Anliegen

Die demographische Entwicklung beinhaltet neue Herausforderungen für Unternehmen. Dabei ist die Vereinbarkeit von Arbeit und Pflege eine Aufgabe, die bereits heute viele Mitarbeiter betrifft bzw. jederzeit betreffen kann. In Zukunft wird sie noch mehr an Bedeutung gewinnen.
Die Folgen des Spagats zwischen Bürostuhl und Krankenbett sind für die Lebenssituation berufstätiger pflegender Angehöriger oft kaum zu bewältigen. Sie reichen von zeitlichen Einengungen über ständige innere Zerrissenheit aufgrund der Doppelbelastung bis hin zu finanziell prekären Lagen. Nicht selten stellen sich physische und psychische Erschöpfung ein. Dadurch ist nicht nur das individuelle Wohlbefinden, sondern auch die Arbeitsfähigkeit eingeschränkt.
Das Projekt „Unternehmen Pflegebegleitung“ wollte hier Abhilfe schaffen: durch die Qualifizierung von „Pflegebegleitern“ als Ansprechpersonen in Unternehmen.
Einen informativen Projektflyer finden Sie hier: Flyer_allgemein Stand 02.01.2015
Am 23.04. 2015 fand die Abschlusstagung des Projektes statt. Den Vortrag über „Männer in der Angehörigenpflege: was sie leisten und was sie brauchen“ von Prof. Dr. Eckhart Hammer können Sie hier herunterladen.  Unterschätzt – Dortmund 23-4-15
Das Projekt „Unternehmen Pflegebegleitung“ wurde gefördert im Rahmen des Projektaufrufes “Altersgerechte Versorgungsmodelle, Produkte und Dienstleistungen” des Ministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW) und der EU. Es war dem Schwerpunkt des Aufrufs „Geschlechtergerechte und kultursensible Unterstützung gesundheitlicher und pflegerischer Versorgung im Alter“ zugeordnet.

Die Idee der Pflegebegleitung – Unterstützung für pflegende Mitarbeiter

Im Rahmen des dreijährigen Pilotprojektes wurde das bewährte Konzept „Pflegebegleitung – Freiwillige begleiten pflegende Angehörige“ im Hinblick auf erwerbstätige pflegende Angehörige neu ausgerichtet und in NRW mit Unternehmen erprobt.

Was Pflegebegleitung Beschäftigten in Unternehmen bietet

PflegebegleiterInnen bieten den Mitarbeitern mit privaten Pflegeaufgaben eine emotionale Begleitung, Informationen und eine Unterstützung in der Inanspruchnahme von pflegeunterstützenden Beratungsangeboten und Dienstleistungen.

Pflegende Angehörige

  • fühlen sich durch die psychosoziale Begleitung entlastet,
  • schätzen ihre eigene gesundheitliche Situation als verbessert ein,
  • erleben die häusliche Pflegesituation als stabilisiert und
  • möchten dieses Angebot nicht missen –

so die bisherigen Ergebnisse von Pflegebegleitung in Unternehmen.

Standorte

Die Standorte zu „Pflegebegleitung in Unternehmen“ sind in die allgemeine Standorte-Rubrik auf dieser Homepage integriert. Die derzeit aktiven NRW-Standorte befinden sich in Lemgo, Bad Salzufflen, Vlotho und Bochum (Stand: 15. April 2019).